Fachgespräch „Denkmalschutz = Klimaschutz“

Personengruppe
Foto: Bundesdenkmalamt, Foto: Bettina Neubauer-Pregl

Das Bundesdenkmalamt veranstaltete zum diesjährigen Schwerpunktthema „Denkmalschutz = Klimaschutz“ ein Fachgespräch in der Kartause Mauerbach.

Bei Denkmalschutz und Denkmalpflege ging es schon immer um Nachhaltigkeit: Die dauerhafte Erhaltung und Pflege von bedeutenden Bestandsbauten mit traditionellen, natürlichen und damit nachhaltigen Baumaterialien ist eine Kernaufgabe des Bundesdenkmalamtes.

Vizekanzler Werner Kogler betonte in seiner Eröffnungsrede: „Im Kern geht es in der Denkmalpflege darum, unser historisches, unser kulturelles Erbe für nachfolgende Generationen zu bewahren und erhalten. Dabei braucht es achtsamen Umgang mit knappen Ressourcen, Respekt vor den Werken und den Werten anderer Menschen und ein Bewusstsein für die Verantwortung, die wir für alle haben, die selbst nicht mitreden können. Das ist der Punkt, an dem sich Denkmalschutz und Klimaschutz auf das Wunderbarste berühren.“

Das Fachgespräch in der Kartause Mauerbach versammelte Expert:innen aus verschiedenen Bereichen wie etwa Umwelttechnologie, Bautechnik oder der Denkmalpflege. Ziel war es, Möglichkeiten und Instrumente zu entwickeln, um geschützte Bauten nachhaltig zu optimieren und für die Zukunft klimafit zu machen. Thema war auch die „Richtlinie zur Energieeffizienz an Baudenkmalen“, die bereits 2011 vom Bundesdenkmalamt herausgegeben und 2021 aktualisiert wurde.

Gebauten Bestand so lange zu nutzen wie möglich, ist nachhaltig. Gebäude, die lange Zeit überdauert haben, binden viel „graue Energie“. Gemeint ist damit jene Energie, die in der Errichtung und den Baumaterialien eines Hauses, deren Produktion und Transport steckt.

Besonders denkmalgeschützte Bauten weisen im Verlauf ihres Lebenszyklus‘ eine positive Gesamtenergiebilanz auf. Von der Gewinnung der regionalen Baumaterialien über die eigentliche Errichtung des Gebäudes bis hin zur Erneuerung ihrer Baustoffe im Rahmen einer Sanierung ist ihr Energieaufwand vergleichsweise gering und verbessert sich über die gesamte Lebensdauer.

„Denkmalschutz und Klimaschutz haben eine Gemeinsamkeit, nämlich die Achtung vor nicht erneuerbaren Ressourcen. Die über Generationen gehenden Lebenszyklen von Baudenkmalen und ihre Reparaturfähigkeit entsprechen in besonderem Maße den aktuellen Nachhaltigkeitskriterien“, so Christoph Bazil, Präsident des Bundesdenkmalamtes.

Die Tagung wurde in Kooperation mit dem Bundesministerium für Klima­schutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie hybrid veranstaltet.