Salzburgs Burgen. Erzbischöfliche Wehrbauten in Mitteleuropa
Präsentation von Band 6 der Österreichischen Denkmaltopographie
Am 20. Oktober 2026 wurde auf der Festung Hohensalzburg Band 6 der Österreichischen Denkmaltopographie Salzburgs Burgen. Erzbischöfliche Wehrbauten in Mitteleuropa präsentiert. Das Bundesdenkmalamt und das Land Salzburg stellten die umfassende Publikation, die vom Bundesdenkmalamt herausgegeben wird, vor.
Die beiden Autoren, Igor Sapač und Patrick Schicht, untersuchten rund 200 historische Wehranlagen in Österreich, Bayern und Slowenien. Etwa 100 davon werden im neuen Buch ausführlich behandelt. Die Forschungsarbeit dokumentiert die Entwicklung der erzbischöflichen Wehrarchitektur vom Mittelalter bis in die Barockzeit.
Aus einem gemeinsamen Forschungsprojekt in Slowenien entwickelte sich die Idee, die ehemaligen Burgen und Wehrbauten der Salzburger Erzbischöfe zu erfassen und näher zu untersuchen. Besonders eindrucksvoll zeigt die Publikation, wie weit sich der politische und kulturelle Einfluss der Salzburger Erzbischöfe über die heutigen Landesgrenzen hinaus erstreckte. Die Burgen erfüllten dabei eine wichtige Doppelrolle: Sie dienten einerseits der militärischen Verteidigung und andererseits waren sie Verwaltungszentren sowie kulturelle und wirtschaftliche Mittelpunkte. Auch die besondere Wehrhaftigkeit Salzburgs wurde hervorgehoben. Die strategisch angelegten Befestigungen trugen wesentlich dazu bei, dass das Fürsterzbistum während der Kriege vor Angriffen bewahrt blieb.
Der Präsident des Bundesdenkmalamtes, Christoph Bazil, unterstrich die gute Zusammenarbeit mit dem Land Salzburg, um das kulturelle Erbe langfristig zu bewahren: „Die Festung Hohensalzburg selbst ist ein herausragendes Beispiel für diese Bemühungen. Umfangreiche Restaurierungs- und Konservierungsmaßnahmen, darunter die Restaurierung der Fassaden und die laufenden Arbeiten an den historischen Fürstenzimmern, verdeutlichen den hohen Stellenwert von Denkmalschutz und Denkmalpflege“, so Christoph Bazil
Landeshauptfrau Karoline Edtstadler würdigte die Publikation als wichtigen Beitrag zum Verständnis der Salzburger Landesgeschichte. Auch die Landeskonservatorin für Salzburg, Eva Hody, hob die wissenschaftliche Bedeutung des Werkes hervor und beschrieb diese als bedeutende Grundlage für die weitere Erforschung der Burgen.