Schulklassen besuchen das Bundesdenkmalamt

Geschichte wird lebendig bei einem Besuch in der Zentrale des Bundesdenkmalamtes in der Wiener Hofburg.

Für Schulklassen bietet das Bundesdenkmalamt Gratisführungen an!

Die historischen Räume sind ein idealer Ort, Schülerinnen und Schülern einerseits Aspekte der Geschichte der Habsburger in entspannter Atmosphäre und abseits von den großen Touristenströmen zu vermitteln, andererseits wird vor Ort klar, warum Denkmalschutz als Bewahrung unseres reichen kulturellen Erbes wichtig ist und was Denkmalpflege in der Praxis bedeutet. Das Vermittlungsangebot ist interaktiv und dialogisch angelegt. So werden die Schülerinnen und Schüler in den Besuch eingebunden und zur aktiven Mitarbeit und Diskussion aufgefordert.

Die Zentrale des Bundesdenkmalamtes befinden sich im zweiten Stock des Schweizertraktes – und somit im ältesten Teil der Hofburg. Räume erzählen die Geschichten ihrer Bewohnerinnen und Bewohner und vermitteln oftmals ein vielfältiges Bild vieler HerrscherInnen und deren Familien. So sind im Schweizertrakt vor allem zwei historische Persönlichkeiten fassbar: Kaiser Franz II./I. und Kronprinz Rudolf.

Das Arbeitszimmer von Kaiser Franz ist im Original erhalten und gibt einen Eindruck davon, wie wenig bieder das Biedermeier war. Spannend, weil ungewöhnlich, ist sein ehemaliges Schlaf- und Sterbezimmer mit einer von seiner Witwe gestifteten Kapelle zum Andenken an den Kaiser.

Der so genannte Ahnensaal wurde nach 1874 als Speisezimmer für Kronprinz Rudolf mit Portraits bedeutender Habsburger ausgestattet und bietet ebenso einen Blick in die Vergangenheit wie ein Besuch der Appartements von Kronprinzessin Stephanie und des Kinderzimmers von Rudolf’s Tochter Erzherzogin Elisabeth Marie.

Ein Besuch in der Hofburgkapelle mit dem Hausoratorium und einer kleinen Sammlung historischer Musikinstrumente im ehemaligen Schlafzimmer des Kronprinzen wird zum Erlebnis der besonderen Art.

Auf besonderen Wunsch ist auch eine Führung durch den so genannten Gipskeller möglich: Im ehemaligen kaiserlichen Weinkeller befindet sich heute eine einzigartige Sammlung von Skulpturen aus Gips. Die bedeutendsten Bildhauer und Architekten des Historismus schufen diese Modelle als Entwürfe für ihre Denkmale und Prunkbauten an der Wiener Ringstraße. Beeindruckend ist auch ein überdimensionales Keramikfass, das einst 731,5 Hektoliter Wein fasste – noch heute prangt auf der weiß verkleideten Stirnseite die Kaiserkrone… Die Führungen werden in enger Zusammenarbeit mit der Burghauptmannschaft Österreich, der Feuerwache und der Hofmusikkapelle veranstaltet.